Alien (Xenomorph)

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Mit „Alien“ ist hier das „unbekannte Wesen aus einer anderen Welt“ gemeint dass in den gleichnamigen Filmen in Erscheinung tritt - nicht Aliens allgemein. Die beste Kurzbeschreibung dessen, was Alien ist, lautet: „…aliens don´t need weapons, they are weapons…„
(Alien vs. Predator, PC Game)

Alien (den meisten dürfte die adulte Form - auch Xenomorph genannt - bekannt sein) sind sehr komplex und ausführlich konzipierte Organismen, deren Ursprung nicht genau geklärt ist. Ihr Ursprung ist jedoch auch das Nachrangigste, was einem in den Sinn kommen kann, wenn man ihnen begegnet. Die durchschnittliche Überlebensdauer (wenn man nicht Sigourney Weaver heißt oder sich im Kryoschlaf befindet) liegt bei wenigen Minuten bis einigen Stunden.

Selbst ein Aufeinandertreffen mit Predatoren sollte in der Regel schnell erledigt sein. Ausnahmen wurden durch amerikanische Filmkonzerne dokumentiert.

Dennoch lohnt ein Blick in das Alien-'Universum', wenn man sich nicht nur für kurzweiligen Monstersplatter, sondern auch auch für die Ideen und Konzepte, die den Kreaturen zugrunde liegen interessiert. Umso mehr noch, da dieses Universum deckungsgleich mit unserem ist - aber der Reihe nach.

Der erste produzierte Film, der die Wesen aus einer anderen Welt einführt, ist der 1979 erschienene und von Ridley Scott regierte 'Alien'. Maßgeblich für das Creaturedesign und - konzept war damals und in der Folge der österreicher Surrealist H. R. Giger. Gieger siedelte das Erscheinungsbild seiner Kreatur in einer von Schläuchen und Dampf, Schmieröl, Gitterrosten und Unterbeleuchtung dominierten Umwelt an, die die damaligen Vorstellungen einer realistischen interplanetaren Raumfahrt darstellte, im - wie ich finde glaubwürdigeren - Gegensatz zu beispielsweise den klinisch reinen Settings in den Star Trek Serien und Filmen. Diese brachialindustrialistische Grundstruktur (eine Art futuristischer Steam-Punk) klonte Giger mit organischen, lebenseinhauchenden Elementen, sodass eine Verschmelzung aus Technologie und Biologie entstand, die bereits generell als Grundausrichtung seiner Kunst erkennbar war.

Um eine wirklich 'langlebige' Lebensform zu erschaffen, braucht es aber mehr als ein cool daherkommendes, brutales Monster. Alien sind Organismen - und zwar von der unangenehmsten Sorte. Bereits das erste (indirekte) Anzeichen des Aufeinandertreffens von Aliens und Menschen zeigt: Hier ist Vorsicht geboten. Der so genannte 'Pilot', den die Crew der Nostromo in dem abgestützten Raumschiff auf dem Mond LV-426 findet, hat einen von innen geborstenen Brustkorb. Und spätestens wenn man die legendäre Szene gesehen hat, in der ein sogenannter 'Body- oder Chestbuster' den Brustkorb eines Crewmitglieder sprengt und anschließend die blutbespritzte Mannschaft in Staunen und Schrecken zurücklässt, während es sich in die Weiten des Raumschiffs flüchtet, spätestens dann wird einem klar, dass Aliens und Menschen wohl nicht die besten Freunde werden.

Aliens sind Parasiten. Einen Teil der Biologie der Wesen hat sich Giger bei staatenbildenden Insekten abgeschaut. So gibt es eine Königin, die - zumindest ist bisher nichts anderes bekannt - für die Fortpflanzung verantwortlich ist. Sie legt Eier, die über viele, viele Jahre überdauern können, bis irgendwann ein Mensch, eine Katze, eine Kuh, ein Predator oder etwas anderes Brauchbares vorbeikommt. Dann öffnet sich das Ei und heraus springt ein Facehugger, der sich im Gesichtsbereich des Opfers festsetzt und in dessen Luftröhre den eigentlichen Parasiten einsetzt. Nach ein paar Tagen dann, ist dieser schlüpfbereit und bahnt sich seinen Weg durch die Brust des Infizierten nach außen, was dieser in der Regel nicht überlebt.

Der zunächst kleine Wurm, scheint eine Art Ernährungsvorrat beim Schlüpfen mitzunehmen, der ihm danach beim weiteren Wachsen hilft. Jedenfalls dauert das Heranwachsen zum sogenannten Xenomorph, der adulten Form eines 'normalen' Alien nicht sehr lange. Dieser begibt sich dann aktiv auf Nahrungssuche und bedient sich so ziemlich jeden Gehrins, dass er in die Finger oder besser vor sein Zungenmaul bekommt. Im inneren der Mundhöhle birgt jedes Alien nämlich ein weiteres kleines Maul, dass blitzschnell etwa 30-50 Zentimeter herausschießen kann und den Gegenüber (meist durch Penetration des Schädels) tötet. Die äußere Erscheinung eines Xenomorph wird unter anderem durch die Form des Wirtes mitbestimmt. So ist die adulte Form in Alien 3 (1992) ein sich vierfüßig fortbewegendes Wesen, da es aus einer Kuh geschlüpft ist. Das macht eine eindeutige Bestimmung unterschiedlicher Xenomorphe schwierig, zumal auch Königinnen durch einnisten in unterschiedliche Arten weiter mutieren können und Aussehen und Eigenschaften ihrer Wirte übernehmen. In wie weit Aliens aktiv beabsichtigen ihren genetischen Code mit anderen Arten weiter zu verbessern ist nicht geklärt.

Eine weitere Spezifik der Alien ist der Umstand, dass Säure anstatt Blut in ihrem Inneren zirkuliert, was den Umgang mit ihnen bereits ab der Entwicklungsstufe des Facehugger schwierig macht. Erst recht auf Raumschiffen, durch deren Decks sich die auslaufende Säure eines verletzten Alien gern mal frisst. Manchmal nutzen die durchaus als intelligent zu bezeichnenden Wesen ihre Säure auch, um sich aus unliebsamen Situationen zu befreien.

Über die Herkunft beziehungsweise die Entstehung der Aliens gibt es einige Theorien. Unter anderem gibt es die Vermutung, Aliens seien als biologische Waffe geschaffen worden (unter anderem um Planeten zu entsiedeln und für ihre Entwickler die 'Piloten' nutzbar zu machen), sie hätten sich auf einen entfernten Planeten entwickelt oder sie seinen als 'ideale Beute' für betuchte Großwildjäger entworfen. Die beschriebenen Eigenarten sollten deutlich machen, dass eine konsequente Forschung an Aliens eher wenig Aussicht auf Erfolg hat. Daher stützen sich die meisten Theorien und Annahmen auf die wenigen Erkenntnisse, die die zumeist kurzen und tödlichen Kontakte mit ihnen brachten. Zu erwähnen ist noch, dass die Versuche die Aliens zu denen durch Menschen Kontakt bestand zu vernichten überwiegend dadurch scheiterten, dass die 'Fima' - gemeint ist die Weyland-Yutani Corporation - ein (nicht näher bekanntes) Interesse am Fang der Kreaturen hat. Auch dies nährt Spekulationen über die Herkunft der Wesen.

Höhe: ca. 2,5 Meter Gewicht: n.a. special: „Don´t need weapons - they are weapons.“

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- Alec Gillis, Creature Designer bei Alien vs. Predator 2

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monster/alien/alien.txt · Zuletzt geändert: 2014/11/04 14:34 von vehtoh
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